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Donnerstag, 13. April 2017

Millimeterarbeit!

Unser Schwerlaststapler ist immer für besondere Aktionen gut – und für spektakuläre Bilder

Unser Schwerlaststapler, die Emma, ist immer für besondere Aktionen gut – und für spektakuläre Bilder. Rings um Weißenburg und mitunter auch weit darüber hinaus haben wir uns mit diesem schweren Gerät zum Spezialisten für Sonderaufträge etabliert. Heizungsanlagen, Kraftwerksteile und Turbinen, Tanks: Es gibt kaum etwas, das unsere Emma nicht bewegen könnte. Sogar bei Großbaumverpflanzungen waren wir bereits beteiligt. Beim jüngsten Auftrag ging es darum, einen 20-Fuß-Bürocontainer durch eine Toröffnung im ersten Stock eines Fabrikgebäudes in Weißenburg zu befördern. Also machte sich unser Oliver Stumpmeier ans Werk. Mit seinen 22 Jahren ist er bereits ein erfahrener Pilot auf der Emma, immerhin durfte er das schwere Gerät schon während seiner Ausbildung bei uns bewegen. Aber erst seit einem halben Jahr wird er vorrangig zu Spezialeinsätzen gerufen. Dank seiner Ruhe und Umsicht ist Oliver Stumpmeier der richtige Mann für schwierige Jobs. Assistiert wurde er bei dem aktuellen Projekt vom Nachwuchspiloten Johannes Schübel. Er befindet sich gerade bei uns zur Ausbildung und hat ebenfalls das Talent dazu, die Emma mit dem nötigen Feingefühl zu pilotieren.

 

Beide mussten jüngst beim Einfädeln des Bürocontainers durch das Nadelöhr ihr Bestes geben, denn die Aufgabe hatte es in sich. Der unproblematischste Teil war die Anfahrt. Rechtlich gilt Emma als „selbstfahrende Baumaschine“, ist maximal 20 Stundenkilometer schnell und braucht daher keine Straßenzulassung. „Im Straßenverkehr wird die Emma mit einem Zinkenschutz ausgestattet, außerdem fährt ein Begleitfahrzeug mit“, berichtet Oliver Stumpmeier. „Größere Entfernungen legt der Schwerlaststapler auf einem Tieflader zurück.“

 

Wenig Luft nach oben

Beim Ausmessen vor Ort stellte sich heraus, dass der Container gerade mal so durch Toröffnung passte. Drei Zentimeter Luft in der Höhe, links und rechts sieben oder acht Zentimeter – mehr Spielraum gab es nicht. Nachdem der Container mit vier Spanngurten sicher auf der Gabel und am Mast vertäut war, konnte die Millimeterarbeit beginnen. Vorsichtig wurde der Container eingeschoben, bis die Gabel fast das Gebäude berührte. Dann befand sich auch der Schwerpunkt des Bürocontainers im Inneren des Gebäudes. Die Verspannung wurde gelöst und die Stahlbox vollends eingeschoben. Nach anderthalb Stunden war die Arbeit getan. Der Kunde sprach abschließend von einer „logistischen Meisterleistung“!