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Freitag, 24. März 2017

Spitzennoten für Simon Jackson

Regierung von Mittelfranken spricht besondere Anerkennung aus

Simon Jackson, bislang Auszubildender zur Fachkraft für Lagerlogistik, hat die Berufsschule mit einem Notendurchschnitt von 1,2 abgeschlossen. Für diese Spitzenleistung sprach die Regierung von Mittelfranken eine besondere Anerkennung aus.

Es versteht sich von selbst, dass wir dem talentierten und ehrgeizigen jungen Mann nach seiner Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik eine unbefristete Übernahme angeboten haben. „Und wir freuen uns sehr, dass er zugesagt hat“, erklärt Lagerleiter und Chefausbilder Michael Müller. Arbeiten wird Simon Jackson im Logistikzentrum Weißenburg, wo er bereits den praktischen Teil seiner Ausbildung absolvierte.

Einserschüler mit süßer Vorgeschichte
Simon Jackson ist 26 Jahre jung. Der Sohn eines englischen Vaters und einer amerikanischen Mutter kam über Umwege zur Logistik. Nach der Schule erlernte er zunächst das Handwerk des Konditors. Die in diesem Metier übliche Sechs-Tage-Woche, die unregelmäßigen Arbeitszeiten und die niedrigen Einkommensaussichten waren die Gründe dafür, dass sich Simon Jackson anderweitig orientierte und vor zweieinhalb Jahren nochmals als Azubi anfing. Dank der ersten Berufsausbildung konnte er die Lehrzeit um ein halbes Jahr verkürzen. Der internationale familiäre Hintergrund erklärt natürlich den Einser in Englisch im Abschlusszeugnis. „Bei den anderen Fächern hatte ich keinen Startvorteil“, sagt Simon Jackson. „Da musste ich wie jeder andere in der Klasse lernen.“

Den Schritt in die Logistik hat er nicht bereut. An seinem Beruf schätzt er die Abwechslung. „In der Halle fahre ich Stapler, lagere Ware ein und aus, bereite die Sendungen für den Versand vor und verlade sie“, erklärt Jackson den praktischen Teil seiner Arbeit. „Ich habe aber auch einen halben Bürojob und informiere die Kunden über das Lagerverwaltungssystem über Bestände oder gehe mit ihnen am Telefon Kommissionierpläne durch.“

Karrierepläne
Vorerst will Simon Jackson erst einmal Geld verdienen, um sich einen finanziellen Puffer zu verschaffen. Aber schon für das nächste Jahr plant er den nächsten Karriereschritt. Wenn alles gut läuft, will sich der junge Mann zum Fachwirt für Lagerlogistik weiterbilden. Bestärkt wird er darin von seinem Arbeitgeber. „Die Kunden treten mit immer komplexeren Aufgaben an uns Logistiker heran“, sagt Lagerleiter Michael Müller. „Wir brauchen deshalb Mitarbeiter, die möglichst lebenslang dazulernen wollen.“